Die Göttinger Bohrstöcke wurden für die Entnahme von Bodenproben bis 90 cm Tiefe entwickelt und sind vor allem für die Bodenprobeentnahme bei N-min Untersuchungen geeignet. Die Probenahme erfolgt von Hand ohne den Einsatz von Hilfswerkzeugen wie Hammer oder Ziehaken.
Um die Bohrer so dünn wie möglich und dennoch stabil und elastisch herzustellen, ist die Bohrnut aus einem auf die starke Belastung abgestimmten, speziell gehärteten Stahl gefertigt. Das ausgeklügelte Fräsprofil der Bohrnut und das System von drei im Durchmesser aufeinander abgestimmten Bohrern minimiert die Reibungskräfte beim Eindrücken und Herausziehen.
Die Probenahme ist dadurch im Verhältnis zu den herkömmlichen Probeentnahmegeräten mit geringem Kraftaufwand möglich.
Die Vorteile:

Probeentnahme durch nur eine Person

Gesamtgewicht nur etwa 2,5 kg

wesentlich höhere Arbeitsleistung als bei herkömmlichen Handgeräten

keine Schäden auf dem Acker durch Befahren

keine Beschädigung von Drainagen, Kabeln oder Leitungen

Probeentnahme auch bei nassen Böden möglich

exakte Trennung der 3 Schichten bei N-min Proben
16 parallele Einstiche mit den Göttinger Bohrstöcken ergeben je nach Tiefenabschnitt 500-1000g Bodenmaterial und erlauben zuverlässige Analyseergebnisse. Auf steinigen oder ausgetrockneten Böden und auf einigen dicht lagernden Sandböden können die Göttinger Bohrstöcke nur bedingt oder nicht eingesetzt werden.